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Friedrich III. von Aufseß - Fürstbischof von Bamberg

Friedrich III. von Aufseß († 26. Februar 1440) war von 1421 bis 1431 Fürstbischof des Hochstiftes Bamberg.
Friedrich III. von Aufseß stammt aus der fränkischen reichsfreien Adelsfamilie von Aufseß (siehe auch Liste fränkischer Rittergeschlechter). Der namensgebende Ort Aufseß samt Burg Unteraufseß und Schloss Oberaufseß ist heute eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Unter den Bamberger Domherren finden sich weitere Familienmitglieder, herausragend, aber auch erst Jahrhunderte später, ist Jobst Bernhard von Aufsees (1671–1738).
Zur Zeit der Ernennung von Friedrich III. von Aufseß zum Fürstbischof war Martin V. Papst und Sigismund Kaiser. Friedrich war vorher auch schon Bamberger Domherr.
1422 erhielt Staffelstein von Friedrich das Recht, eine Stadtbefestigung zu errichten. 1430 ernennt er Mistendorf bei Teuchatz zur Pfarrei.
Die Hussiten fielen im Winter 1429/30 in Franken ein und rückten das Maintal hinab auch auf Bamberg vor(siehe auch Hussitenkriege). Domkapitel samt Domschatz (heute im Diözesanmuseum Bamberg) flohen auf die Giechburg, der Bischof selbst floh nach Kärnten. Die wohlhabenden Bürger flohen nach Forchheim. Die Hussiten nahmen Bamberg jedoch nicht ein. Als die Hussiten Scheßlitz erobert hatten, plünderten die in Bamberg verbliebenen Handwerker, Tagelöhner und Bauern die Bürgerhäuser, Kirchen und Klöster. Kurz darauf handelte Markgraf Friedrich von Brandenburg mit Andreas Prokop auf Burg Zwernitz einen Waffenstillstand aus und Bamberg zahlte 12.000 Gulden Lösegeld um der Brandschatzung zu entgehen. Die Hussiten zogen über Hollfeld nach Pegnitz ab. Als Bischof und Rat der Stadt zurück gekehrt waren, richteten sie über die Anführer des Pöbelaufstandes. [1] Zur vorzeitigen Abdankung 1431 von Friedrich führte außerdem auch die Begünstigung Bamberger Bürger durch den Kaiser. Die Regentschaft des Fürstbischofs übernahm Anton von Rotenhan, Friedrich starb 1440. Dies ist außerordentlich ungewöhnlich, da die Fürstbischöfe in der Regel immer bis zu ihrem Tode im Amt blieben. Die Wahl des Nachfolgers Anton fand in Staffelstein statt, weil zu diesem Zeitpunkt in Bamberg die Pest wütete.
Bei Siebmacher ist das Familienwappen auf Schwarz (Blau) ein silberner Balken, der mit einer roten Rose belegt ist. Der Helm hat zwei Büffelhörner und ist wie der Schild tingiert, die Decken sind Silber und Schwarz.
Das Wappen des Fürstbischofs ist üblicherweise gemehrt. Für Bamberg steht der schwarze Löwe, belegt mit einer silbernen Schrägleiste auf goldenem Grund.
Das Wappen des Fürstbischofs findet sich als Schlussstein in der Oberen Pfarre in Bamberg.

(Quelle: Wikipedia)