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Bauliche Geschichte

So beschaulich und klein der Ort Aufseß in der Fränkischen Schweiz auch ist, so war er doch häufig Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen. Dies führte dazu, dass die Burg Aufseß (heute Schloss Unteraufseß) mehrfach zerstört und wiederaufgebaut wurde. Ihr heutiges Aussehen und den Namen Schloss Unteraufseß erhielt sie erst im späten 17. Jahrhundert.

Hussiten überfallen Burg Aufseß 14301430 zogen die Truppen der Hussiten durch Oberfranken und überfielen auch Aufseß. Die Burg wurde schwer beschädigt und in den Folgejahren wieder aufgebaut.
Doch noch nicht einmal 100 Jahre später, 1525 während des Deutschen Bauernkrieges, wurde neben fünf weiteren Aufseß'schen Burgen auch Burg Aufseß selbst zerstört. Der Wiederaufbau dauerte 12 Jahre und wurde erst 1537 beendet.
Wiederum fast 100 Jahre später wurde die Burg zum dritten Mal zerstört. Trotz eines Schutzbriefes von Kaiser Ferdinand II. plünderten kroatische Truppen 1633 die Burg und brannten sie nieder. Durch übergroße Kriegslasten und Kontributionen verarmte das Geschlecht derer von Aufseß und so konnte erst 1677 mit dem Wiederaufbau der inneren Burg und der Kirche begonnen werden. Der verödete Ort wurde durch Neuansiedlungen wieder belebt.

1735 wurde die Schlosskapelle abgerissen und von Christoph Ludwig der Grundstein zum Neubau gelegt. Aufgrund eines Spruchs des Reichshofrates 1740 sollte die Kirche als rein evangelisch-lutherisches Gotteshaus wieder errichtet werden. Die Einweihung fand 1742 statt.

Unteraufsess - Lithografie von Th.Rotbart um 1850Karl Heinrich von Aufseß und sein Sohn Christoph-Ludwig riefen im 18. Jahrhundert aus dem Bambergischen Burgellern vertriebene Juden nach Aufseß, stellten sie unter Schutz, bauten ihnen Häuser und auch eine Synagoge und stellten ihnen Gelände für einen (oberhalb des Dorfes gelegenen) Friedhof zur Verfügung. Auch heute noch sind einige dieser Häuser erhalten.